Ashby – An Introduction to Cybernetics
Bibliografische Angaben
W. Ross Ashby, An Introduction to Cybernetics, Chapman & Hall, 1956. Geprüft wurde die frei zugängliche elektronische Fassung.
Original: An Introduction to Cybernetics
Aussagen der Quelle
- Ashby formalisiert Regulation als Zuordnung von Störungen und Reaktionen zu Ergebnissen.
- Variety bezeichnet die Zahl unterscheidbarer Zustände beziehungsweise, in der informationstheoretischen Verallgemeinerung, deren Entropie.
- Für die einfache deterministische Anordnung zeigt Ashby, dass die minimale Variety der Ergebnisse nicht unter die Variety der Störungen abzüglich der Variety der Reaktionen sinken kann.
- Das Law of Requisite Variety begrenzt damit die mögliche Regulationsleistung: Der Regulator kann relevante Störungsvielfalt nur mit hinreichender eigener Reaktions- beziehungsweise Kommunikationskapazität reduzieren.
Relevanz für den Garden
Die Quelle erlaubt, Lässigs Gebrauch von variety von der bloßen Menge erzeugten Codes abzugrenzen. Für eine Übertragung müssten relevante Störungen, zulässige Reaktionen, gewünschte Ergebniszustände und Informationskanäle ausdrücklich modelliert werden.
Grenzen
Das Gesetz ist innerhalb seines formalen Modells präzise. Es bestimmt aber nicht, wer regulatorische Variety bereitstellen soll und fordert weder einen einzelnen menschlichen Supervisor noch eine bestimmte Metaebene. Offene, zeitabhängige Softwareentwicklung lässt sich nicht ohne zusätzliche Modellannahmen auf Ashbys Tabellen reduzieren.