Conant und Ashby – Every Good Regulator Must Be a Model

Bibliografische Angaben

Roger C. Conant und W. Ross Ashby, „Every Good Regulator of a System Must Be a Model of That System“, International Journal of Systems Science, Band 1, Nr. 2, 1970, S. 89–97.

Original: Every Good Regulator of a System Must Be a Model of That System

Aussagen der Quelle

  • Der Aufsatz untersucht einen formal definierten Regulator, der gute Ergebniszustände trotz Störungen sichern soll.
  • Unter den angegebenen Bedingungen muss ein Regulator, der zugleich maximal erfolgreich und nicht unnötig komplex ist, eine strukturelle Entsprechung zum regulierten System besitzen.
  • Modellbildung ist damit in diesem Formalismus nicht nur eine optionale Implementierungstechnik erfolgreicher Regulation.

Relevanz für den Garden

Das Theorem stützt die vorsichtige Aussage, dass wirksame Steuerung relevante Strukturen und Unterschiede des regulierten Systems repräsentieren muss. Der Regulator kann dabei ein gesamter Verbund aus Menschen, Regeln, Sensors, Software und Agenten sein; aus dem Satz folgt nicht, dass ausschließlich ein Mensch ein vollständiges mentales Modell besitzen muss.

Grenzen

Der Titel ist weiter formuliert als der bewiesene Satz. Die Anforderungen an Erfolg, Einfachheit, Systemabgrenzung und die verwendete Modellrelation sind wesentlich. Eine neuere Arbeit für verkörperte Agenten zeigt, dass das Ergebnis nicht ohne Weiteres über diesen engen Aufbau hinaus generalisiert.