Produktwirkung wird nach dem Rollout nicht systematisch zurückgekoppelt
Beobachtung des Nutzers
Nach dem Rollout gibt es im betrachteten Prozess keinen festen Zeitpunkt und keinen unmittelbar benannten Verantwortlichen für eine Entscheidung über Erfolg, Nachbesserung, Ausbau oder Rücknahme eines Features. Rücknahmen erfolgen in der Regel nur bei technischen Problemen.
Beobachtungen aus der Nutzung fließen allgemein in die spätere Priorisierung neuer Features ein. Diese Rückkopplung ist jedoch weder besonders kultiviert noch in einem festen Prozess abgebildet. Insbesondere das Entwicklungsteam erfährt wenig über die beobachtete Produktwirkung.
Vorläufige Interpretation
Der Prozess kann informell lernen, verliert aber die nachvollziehbare Verbindung zwischen ursprünglicher Annahme, ausgeliefertem Feature, beobachteter Wirkung und Folgeentscheidung. Das Entwicklungsteam erhält dadurch wenig Gelegenheit, sein fachliches und technisches Systemverständnis anhand realer Nutzung zu korrigieren.
Ein fehlender formeller Prozess belegt nicht, dass keine wirksamen Entscheidungen getroffen werden. Die Häufigkeit, Qualität und konkreten Folgen der informellen Rückmeldungen sind noch nicht untersucht.